Vorträge, Diskussionen, Präsentationen
Vorträge von Fotografen, Verlegern, Kunsthistorikern, Designer und Buchexperten werden tiefe Einblicke in die Arbeit mit dem Medium Buch liefern. Zum Schwerpunkt »Das Lateinamerikanische Fotobuch« kommen Marcelo Brodsky, Ramón Reverté, Horacio Fernandez und Martin Parr. Darüber gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema »Sammeln von Fotobüchern« mit Manfred Heiting, Martin Parr, Irène Attinger und Jeffrey Ladd (Moderation). Alessandra Sanguinetti musste ihre Teilnahme aus familiären Gründen leider absagen.
Vorträge
Themenvorträge
- The Latin American Photo Book
- Deutschland im Fotobuch
- Wie ein Fotobuch entsteht
- Journal – Grebbestad
- Osiris – Tokyo
Dirk Alvermann
Dirk Alvermann (Jg. 1937) gehört zu den großen, in Vergessenheit geratenen Fotografen Deutschlands. Aufgewachsen in Düsseldorf, seit 1966 in Ostberlin und seit 1982 als Schriftsteller und Archivar auf dem Land in Mecklenburg lebend, war er seit dem Ende der fünfziger Jahre als Bildjournalist und Regisseur unterwegs. Mit der Veröffentlichung seines Buches »Ich liebe Dich« (1979) hörte er mit dem Fotografieren auf. Auch seine vorhergehenden Fotobücher »Algerien« (1960; Reprint 2010), »Keine Experimente« (1961) und »Eine Handvoll Glück« (1969) gehören zu den besten Fotobüchern Deutschlands. Alvermann hat vor wenigen Jahren wieder begonnen, aus seinem Archiv heraus neue Fotobücher zu gestalten; das nächste über seine Heimatstadt wird bei Steidl erscheinen.
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Mitch Epstein
Mitch Epstein wurde 1952 in Holyoke, Massachusetts, geboren. Er ist einer der angesehensten Fotografen Amerikas. Seine Arbeiten wurden weltweit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sind Bestandteil vieler Sammlungen in Museen und Galerien wie z. B. in New York dem Museum of Modern Art, dem Metropolitan Museum and dem Whitney Museum. Mitch Epstein hat viele internationale Auszeichnungen bekommen, u. a. 2005 den »Kraszna-Kraus«-Buchpreis für sein Buch »Family Business«. Mitch Epstein wird sein neuestes Buch »Berlin« vorstellen.
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Stephen Gill
Stephen Gill, geboren1971 in Bristol; lebt in Hackney, London. Das Studium absolvierte er am Filton College in Bristol. 2005 gründete er seinen eigenen Verlag Nobody. Das Fotobuch ist für Gill das stärkste Ausdrucksmittel für einen Fotografen, bei dessen Produktion er ein Höchstmaß an Kontrolle übernehmen möchte. Gill stellt einen hohen Anspruch ans Material, jedes Buch wird dem jeweiligen Projekt entsprechend individuell gestaltet und produziert. Das 2004 erschienene Buch »A Book of Field Studies« versammelt in acht Serien seine seit 1996 aufgenommenen Beobachtungen alltäglicher, menschlicher Themen und Szenarien im Südosten Englands. Das Buch zeigt Gills typische Arbeitsweise: seinen dokumentarischen wie auch konzeptionellen Umgang mit Fotografie. In den Arbeiten »Hackney Wick« (2005) und »Hackney Flowers« (2007) fotografiert Gill seinen Stadtteil im Nordosten Londons. Die Collagen aus Bildern und Fundstücken in »Hackney Flowers« zeigen mit einer starken eigenen Ästhetik, was diesen Ort wirklich ausmacht. »Buried« (2006) ist die Weiterverarbeitung der Bilder aus dem »Hackney Wick«-Projekt, die Gill für einige Tage in der Erde vergraben hat. Die von der Witterung angegriffenen Bilder und die Verbindung mit dem Ort Hackney Wick, mit der Erde, sind Bestandteil des Buches und machen jedes Exemplar einmalig.
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Sébastien Girard
Sébastien Girard, 1970 geboren, ist freischaffender Fotograf aus Toulouse, Frankreich. Seine selbstverlegten Bücher »Nothing but Home« (2009) und »Desperate Cars« (2010) fanden internationale Beachtung In »Nothing But Home« setzt sich Girard in glasklar sezierenden Ausschnitten einer wohl grundlegenden Haus-Renovierung mit den Themen Abbruch, Wegräumen, Aufbauen und Neubeginn auseinander. Eine brilliante, ungewohnte Sicht ohne Vorher und Nachher. In »Desperate Cars« fährt Girard mit einem beweglichen Sujet fort: dem Auto. Momenthafte Bilder von
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Pieter Hugo
Pieter Hugo wurde 1976 in Kapstadt geboren und wuchs dort auf. Er hatte kürzlich Einzelausstellungen in der Yossi Milo Gallery, New York (2010); Le Chateau d'Eau, Toulouse (2010); dem Australian Centre for Photography, Sydney (2009) und im Foam Fotografiemuseum, Amsterdam (2008). Gruppenausstellungen wie The Endless Renaissance, Bass Museum of Art, Miami Beach, Florida (2009); Street & Studio: An urban history of photography in der Tate Modern, London (2008); An Atlas of Events in der Calouste Gulbenkian Foundation, Lissabon (2007) und der 27. São Paulo Bienale (2006). Er gewann erste Preise in der Sektion Portäts des World Press Photo Awards 2006. 2008 gewann Hugo den Arles Discovery Award des Rencontres d'Arles Fotografie Festival in Südfrankreich. Bücher von Pieter Hugo sind: Permanent Error (2011), Nollywood (2009), The Hyena & Other Men (2007), Messina/Musina (2007), Looking Aside: South African Studio Portraits 2003-2006 (2006).
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Kummer & Herrman
The designer incorporated. Design als Wertschöpfung.
In ihrem Vortrag wird das Designer-Duo Kummer & Herrman die vielen Vorteile der Zusammenarbeit von Fotografen und Buchgestaltern aufzeigen. Wie kann aus einem eigenen Buch mehr werden als eine reine Präsentation der fotografischen Arbeit? Bezieht man Buchgestalter in ein Projekt mit ein, bedeutet das erweiterte Inhalte, neue Perspektiven, konzeptuelle Neu-Definitionen und damit zusätzliche, die Arbeit erweiternde Qualitäten. Kummer & Herrman befassen sich mit Fotografie und ihrer Erzählstruktur in konzeptueller Weise, ausgehend vom fotografischen Sujet und dem Medium Fotografie selbst. Anhand einiger kürzlich erschienener Bücher werden sie über ihre Arbeitsweise sprechen.
Kummer & Herrman
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Alfonso Morales Carillo
Enrique Metinides
Enrique Metinides wurde am 12.2.1934 in Mexiko-Stadt geboren. Er ist vor allem bekannt für seine oft schockierenden Bilder vom Leben in Mexiko-Stadt, die er als Fotograf für mexikanische Zeitungen in ungewöhnlich dichter, kompositorischer und erzählerischer Qualität schuf. Metinides veröffentlichte im Alter von 12 Jahren sein erstes Foto einer Leiche, was ihm den Spitzname „El Niño“ einbrachte. Ein Jahr später arbeitete er als unbezahlter Praktikant für den Kriminal-Reporter der Zeitschrift La Prensa. Damit begann eine äußerst produktive Karriere als Fotograf. Von 1949 bis 1979 fotografierte er für die Nota Rosa („Blutige Nachrichten“) der mexikanischen Boulevardzeitungen und schuf packende Bilder von Verbrechen, Morden, Flugzeugabstürzen und anderen Katastrophen. Metinides' Arbeiten wurden in zahlreichen Galerien ausgestellt, darunter La Casa de América, Madrid; Central de Arte Guadalajara, Mexiko; The Photographers Gallery, London, und die Anton Kern Gallery, New York. Seine bislang zwei veröffentlichten Bücher waren bereits kurz nach Erscheinen ausverkauft und sind heute nur noch sehr teuer zu haben. Metinides lebt und arbeitet in Mexiko-Stadt.
Alfonso Morales Carillo
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Jo Ractliffe
Jo Ractliffe wurde 1961 in Kapstadt geboren und lebt in Johannesburg. 1988 erwarb sie ihren MFA an der »Michaelis School of Fine Art, University of Cape Town«. Seitdem wurden ihre Arbeiten weltweit in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Sie sind in wichtigen öffentlichen Sammlungen (u. a. dem Museum of Modern Art, New York) vertreten. 2009/10 suchte Jo Ractliffe Orte des Grenzkrieges zwischen Südafrika und Angola in den 1970er und 80er Jahren auf. Wie in ihrer Arbeit »Terreno Ocupado«, welche 2007 in Luanda, der Hauptstadt Angolas, fünf Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges entstand, stehen in »As Terras do Fim do Mundo« nicht die urbanen Entwicklungen der Nachkriegszeit, sondern die Kriegsschauplätze selbst im Mittelpunkt. Ractliffes Schwarzweißfotografien zeigen »pathologische« Landschaften, in denen vergangene Gewalttaten noch spür- und greifbar sind. Jo Ractliffes Buch »As Terras do Fim do Mundo« (2010) wurde von David Goldblatt als das beste Fotobuch des letzten Jahres für den Internationalen Photobook Award 2011 nominiert.
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Viviane Sassen
Viviane Sassen, geboren 1972 in Amsterdam; lebt und arbeitet in Amsterdam (NL). Sassen verbrachte frühe Jahre ihrer Kindheit mit ihrer Familie in Kenia, später studierte sie Fotografie an der Utrecht School of the Arts. Nach Ihrem Abschluss arbeitete Sassen als Freelancer für Modemagazine und an freien Fotoprojekten. Seit 2002 reist sie immer wieder nach Afrika (Sambia, Kenia, Tansania, Uganda), um zu fotografieren. Mit ihrer Arbeit »Flamboya« zeigt Sassen ihren Blick auf Afrika. Durch die Erinnerungen an Spiele ihrer Kindheit, mit ihrer Erfahrung in der Modefotografie und der Ausbildung in Europa findet sie poetische und in hohem Maße ästhetische Bilder um »Ordnung in das Chaos« zu bringen, wie sie es selber ausdrückt. Auf ihrer Reise durch Ghana sammelte sie Zeichnungen, Skizzen und Bildideen, die sie später zu einer Installation in der Arbeit »Sketchbook« zusammenstellte. Viele der Ideen, Ansätze und Notizen führten Sassen zu den Bildern in »Ultra Violet«, für die sie 2007 mit dem Prix de Rome ausgezeichnet wurde. Das Buch faszinierende Buch »Flamboya« erschien erstmals 2008. Viviane Sassen wird im Gespräch mit Jason Evans ihre Arbeit vorstellen.
Jason Evans
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Bart Sorgedrager
Bart Sorgedrager ist Dokumentarfotograf und widmet sich einem Fotobuch-Genre der besonderen Art: Er erstellt Erinnerungs-Fotobücher von und für Firmen, die ihre Geschäftstätigkeit einstellen und geschlossen werden. Die Bücher werden von den Firmeninhabern als Abschiedsgeschenk für ihre Mitarbeiter in Auftrag gegeben. Ihr Ziel ist es, auf respektvolle Weise Danke und Lebewohl zu sagen. An ihrem letzten Arbeitstag bekommen die Mitarbeiter das Buch ausgehändigt. Die Inhaber brauchen nicht auf die kommerzielle Verwertbarkeit für ihre Firmen zu achten, da sie sowieso geschlossen werden. Sorgedrager, der seine Bücher selber und ohne Verleger produziert, kann sich ohne Vorgaben seiner Arbeit widmen. Auf diese Weise entstehen einzigartige Firmen-Porträts und Bücher, die nicht käuflich zu erwerben sind.
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The Latin American Photo Book
Vergleichbar mit den besten internationalen Beispielen finden sich unter lateinamerikanischen Fotobüchern exzellente fotografische Abhandlungen, oftmals ganz hervorragend grafisch gestaltet und reich an ethnologischen, politischen (zuweilen propagandistischen), urbanen, künstlerischen und vor allem auch literarischen Inhalten. Über diese erzählerischen Inhalte hinaus gibt es eine ganze Reihe Aspekte spezifischer geografischer Herkunft. Wichtige Fotobücher sind in Argentinien, Brasilien, Chile, Kuba, Mexiko und Venezuela entstanden. Während des »Latin American Photography Forum« in São Paulo 2007, bildete sich eine Arbeitsgruppe mit der Aufgabe, Informationen zu lateinamerikanischen Fotobücher zusammenzutragen. Diese Gruppe bestand aus Marcelo Brodsky, Iatã Cannabrava, Horacio Fernández, Pablo Ortiz Monasterio und Martin Parr. Ein Jahr später traf sich die Gruppe erneut in São Paulo mit Vertretern namhafter Verlage aus New York, Mexico City und São Paulo. Während des Treffens trat die kaum bekannte Vielfalt, hohe Qualität und Aktualität des Lateinamerikanischen Fotobuchs zu Tage. Als Ergebnis der Recherchen dieser Gruppe wird im Herbst 2011 Editorial RM das Buch »The Latin American Photobook« erscheinen. Auf dem Festival wird das Projekt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Martin Parr und Horacio Fernández
Marcelo Brodsky und Ramón Reverté
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Deutschland und Fotobücher
Zwei Kurzvorträge.
Herausgeber und Gestalter Manfred Heiting und Autor Thomas Wiegand geben einen Einblick in ihr Buch »Deutschland im Fotobuch«. Dieses vermittelt anhand von 287 Publikationen aus den Jahren 1915 bis 2009 das Thema »Deutschland« in möglichst vielen Facetten in elf Bildkapiteln. Der Fokus liegt dabei auf eher unbekannten Fotobüchern aus Weimarer Republik, »Drittem Reich«, DDR und BRD. Der Band wird zum Fotobuchfestival im Steidl Verlag erscheinen. Für alle Enthusiasten bietet Thomas Wiegand außerdem einen Workshop über das Sammeln von Fotobüchern am Beispiel des Deutschland-Themas an.
In einem zweiten Kurzvortrag werden die Herausgeber Manfred Heiting und Roland Jaeger ihr Buchprojekt zu deutschsprachigen Fotobüchern aus den Jahren 1918 bis 1945 vorstellen. Die in dieser Zeit ungemein reiche und weltweit einmalige deutsche Fotobuchproduktion wird hier anhand von über 4000 Publikationen eingehend untersucht und unter Beteiligung namhafter Fachautoren in 75 Einzelthemen dargestellt. Das zweibändige, reich illustrierte und mit einer bebilderten Bibliografie auf DVD ausgestattete Werk wird ebenfalls bei Steidl erscheinen. Band 1 soll Ende 2011 vorliegen, Band 2 folgt 2012.
Dr. Thomas Wiegand
Manfred Heiting
Dr. Roland Jaeger
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Wie ein Fotobuch entsteht:
Sanne Sannes’ unvollendetes Buchprojekt »Tagebuch eines Erotomanen«
Tamara Berghmans Werk über Sanne Sannes’ unvollendetes Buchprojekt »Tagebuch eines Erotomanen« (Volume 6 der »Rijksmuseum Studies in Photography« / Manfred & Hanna Heiting Fund) des holländischen Fotografen Sanne Sannes, rekonstruiert Sannes’ faszinierende Arbeitsweise und die internationale Sichtweise der Aktfotografie der sechziger Jahre. Darüber hinaus zeigt die Autorin den Künstler Sanne Sannes nicht nur als einen von vielen, der die weibliche Erotik zu seinem Thema machte, sondern vor allem als überaus originellen und einzigartigen Fotografen. Sannes hat an dem Projekt »Diary of an Erotomaniac« von 1964 bis zu seinem plötzlichen Tod 1967 gearbeitet und stand kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen über die amerikanische
Tamara Berghmans
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Journal – Grebbestad
Der schwedische Verlag »Journal« hat sich voll und ganz dem Fotobuch verschrieben. Seit 1991 sind 60 Titel u.a. von Kent Klich, JH Engström, Hannah Modigh, Peter du Ru, Anders Petersen, Lars Tunbjörk, Nina Strand, Martin Bogren, Jäger Arén und Ylva Sundgren erschienen.
Gösta Flemming
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Osiris – Tokyo
Yoko Sawada aus Tokyo stellt den Verlag Osiris vor, dessen Schwerpunkt in zeitgenössischer Fotografie und Literatur liegt. Osiris gibt Fotobücher bekannter japanischer Fotografen heraus und repräsentiert u. a. Takuma Nakahira, Osamu Kanemura und Asako Narahashi. Osiris arbeitet zudem an Buch- und Ausstellungsprojekten in Zusammenarbeit mit japanischen und internationalen Institutionen.
Yoko Sawada
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Podiumsdiskussion: »Das Sammeln von Fotobüchern«
Mit Irène Attinger, Manfred Heiting, Martin Parr und Jeffrey Ladd
Warum werden Fotobücher überhaupt gesammelt? Aus Leidenschaft, Besessenheit? Als Kapitalanlage? Leidet das Buch als bislang fast jedem zugängliches, »demokratisches« Medium unter der Entwicklung hin zum Kunstmarkt oder bekommt es endlich den ihm angemessenen Stellenwert? Die zunehmende Wertschätzung des Fotobuchs als künstlerisches Medium geht einher mit einem wachsenden Misstrauen gegenüber dem Marktgeschehen. Einerseits ist zu beobachten, dass immer mehr Bücher eigens für Sammler aufgelegt werden: Die Preise von Kleinauflagen steigen mit dem Schwinden der Auflage, Restmengen gesuchter Titel kosten ein Vielfaches des Anfangspreises, kleine edle Subskriptionsbände gibt es nur für viel Geld auf Vorbestellung oder im Abonnement. Andererseits hat sich unter Nutzung digitaler Druckverfahren eine reiche Szene mit selbstverlegten Eigenproduktionen etabliert. Und unabhängig vom Markt der zeitgenössischen Bücher werden die kanonisierten Fotobuchklassiker immer teurer. Was bedeutet diese Entwicklung?
Irène Attinger
Manfred Heiting
Martin Parr
Jeffrey Ladd
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Volker Heinze
Projekte als Künstlerbuch
Volker Heinze hat mit »Ahnung« eines der wichtigsten deutschen Fotobücher der 80er Jahre geschaffen. In der Vermittlung seiner künstlerischen Ideen ist für ihn das Künstlerbuch als bevorzugtes Medium prädestiniert. Hier vereinen sich Bild und Text, Schrift und Layout zu einem Gesamtkunstwerk, das durch die Reproduzierbarkeit gleichzeitig Ansprüche an eine »demokratischere« Kunst erfüllen kann. In seinem Vortrag während unserer Workshoptage stellt er eigene und fremde Projekte vor, die das Buch als selbständiges und von anderen Präsentationsformen unabhängiges Mittel genutzt haben.
Volker Heinze
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Monte Packham
Concentric Circles – Eine Lesung
Wie sieht er aus der »ganz normale« Arbeitstag eines Redakteurs im Steidl Verlag? Von August 2008 bis Januar 2009 machte Monte Packham mitten im organisierten Chaos der berühmten Buchmanufaktur seine Aufzeichnungen. Diese ehrlichen und ungeschönten Beobachtungen sind nun in einem eigenen Buch erschienen. Concentric Circles porträtiert all die interessanten Persönlichkeiten der internationalen Fotokunst, die das Arbeiten beim Steidl Verlag zu einer einzigartigen Erfahrung machen.
Monte Packham
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Lozen Up
Laurence Vecten
LOZ ist ein Blog, den Laurence Vecten 2007 gründete. Er zeigt junge Fotografen in sehr einfacher Form: wenige Bilder wecken die Aufmerksamkeit der Betrachter und machen Lust auf mehr. Der Blog verlinkt Fotografieliebhaber, Herausgeber und Fotografen. Für die Macher Laurence Vecten, Séverine Besombes, Pierre Hourquet und Julien Hourcade war es ein Anliegen Fotografie in einer anderen Präsentationsform als dem Internet zu zeigen. Lozen Up konzentriert sich als Non-Profit-Organisation auf das Publizieren und Vertreiben von künstlerischer Fotografie. Laurence Vecten wird Lozen Up an unseren Workshoptagen vorstellen.
Laurence Vecten
Laurence Blog
One Year of Books
Photo Book Swap
Publish it Yourself
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Self Publish, Be Happy
Bruno Ceschel
Self Publish, Be Happy ist eine Organisation die 2010 von Bruno Ceschel mit dem Ziel gegründet wurde, selbst publizierten Fotobüchern über Ausstellungen, Publikationen und Online-Präsentationen zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit zu verhelfen. Self Publish, Be Happy organisiert darüber hinaus Workshops, die Fotografen helfen sollen, ihre eigenen Bücher zu machen und zu publizieren. Bruno Ceschel stellt Self Publish, Be Happy vor.
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